Tag 9 - Von Rovaniemi nach Russland

Tag 9 - Von Rovaniemi nach Russland 

 

Heute morgen ging es um 9.30 Uhr für uns Richtung Weihnachtsmanndorf in Rovaniemi. Viel Kitsch, viel Plüsch und Fell und Klamotten konnte man hier auch kaufen. Kathrin und Cathy haben sich mit warmen Jacken eingedeckt. Ist ja auch frisch hier am Polarkreis. 

Beim Weihnachtsmann waren wir auch noch. Der gute Herr sitzt das ganze Jahr über in seinem Stuhl und beglückt Kinderherzen. Er wollte unbedingt ein Foto mit uns - für 40 Euro. Wir mussten ihn leider enttäuschen. Entschuldigung Herr Weihnachtsmann, aber das war uns echt zu viel Geld. 

Noch schnell ein paar Postkarten eingeworfen und weiter ging es Richtung Grenzübergang von Russland. 

 

Zugegeben, ein bisschen aufgeregt waren wir. Man hört ja viele Geschichten über die Grenzbeamten. Aber erstmal locker durchatmen und gucken was passiert.

 

Nach kurzer Zeit sind wir also an der Grenze angekommen, und müssen erstmal raus aus den Autos und hinein in die Grenzstation. Pässe abgeben, Zettel ausfüllen. Die Sachbearbeiterin war sehr nett und hat versucht uns zu erklären, was wir auszufüllen haben. Cathy‘s Pass wird als einziger von einem Beamten mit in den Hinterraum genommen und anscheinend genauer unter die Lupe genommen. Dann ging es zur Schleuse um darauf zu warten, dass alles in Ordnung ist und wir ins Land dürfen. 

Michael, Kathrin kommen nach einigen Minuten Wartezeit direkt durch. Der Pass von Jörne und Cathy wird ein weiteres Mal mit ins Hinterzimmer genommen. Eine erste Anspannung macht sich breit. Gut, dass Jörne entspannt bleibt. Nachdem drei Leute alles kontrolliert haben dürfen auch die beiden durchgehen - alles in Orndung.

Noch einmal Papiere ausfüllen, und die Autos kontrollieren lassen, Gepäck ausräumen und durch die Gepäckkontrolle schieben lassen. 

Wir dürfen ins Land. 

 

Keine 100 Meter nach dem Grenzübertritt eröffnet sich eine neue Welt. Über 150 km Schotterpiste mit unzähligen Schlaglöchern erschwerten uns den Weg. Mit weniger als 30km/h fuhren wir über mehrere Stunden, um eine halbwegs befahrbare Straße zu erreichen. Kleine Dörfer im Nirgendwo, abgebrochene Strommasten, Holzbaracken... das ist wirklich kurios hier. Es ist ein Wunder, dass die Autos das ausgehalten haben. Michaels Zitat: „Ich bin in meinem Leben noch nie über so eine krasse Straße gefahren“

 

Eine Entschädigung für die Wegstrecke gab es dann aber doch noch. Wir hatten das große Glück einen freilebenden Braunbären zu sehen. - der absolute Wahnsinn.. Der Bär war ganz schön groß und vermutlich ein Männchen. Er hatte wohl mehr Angst vor uns als umgekehrt, und kehrte schnell in den Wald zurück. Jörne hat trotzdem vorsichtshalber die Autoverriegelung betätigt. 

 

Auf unserer „Must See“-Tier Liste haben wir bis auf die Wale alles dabei gehabt. Elch, Rentiere und Bär. Toll! 

 

Nachdem wir nach vielen Kilometern endlich die langersehnte befahrbare Straße gefunden haben, machte sich Erleichterung breit. 

Eigentlich wollten wir Richtung Kem‘ fahren - eine Stadt am Weißen Meer. Glücklicherweise trafen wir durch Zufall das „Travel Keks“- Team bestehend aus 5 teilnehmenden Autos, die uns dringend davon abrieten. „Da wollt ihr nichtmal im Auto schlafen“. 

Okay, wir nehmen diesen Rat ernst und schließen uns unseren Rallyekollegen an. In einer Kolonne fahren wir weiter Richtung Süden. Nachts um 4.30 Uhr haben wir dann einen Platz gefunden an dem wir unsere Fahrzeuge abstellen konnten, um für ein paar Stunden zu schlafen. 

 

Danke nochmal an den Trupp von Travelkeks, dass ihr uns adoptiert habt. 

 

 


Kommentar schreiben

Kommentare: 0