Tag 10 - Von der Pampa in Russland nach St. Petersburg

Tag 10 - Von der Pampa in Russland nach St. Petersburg 

 

Wir hatten ein paar Stunden Schlaf und sind morgens mit Team Travelkeks aufgebrochen Richtung St. Petersburg. Unterwegs gab es ein paar Lagebesprechungen, wo wir in St. Petersburg am besten unterkommen könnten. 

Ein Campinghotel am Rand der Stadt wollten wir zuerst ansteuern, um zu schauen ob wir dort unterkommen könnten. 

 

Die Autofahrt war eine kleine Tortur. Die Russen fahren „wie die besenkten Säue“. Es wird in Kurven überholt, Autos werden geschnitten... hier ist Konzentration gefragt. 

Dann ging es in den ersten Kreisel am Stadtrand. Jörne hatte jetzt schon die Nase voll, weil die Spurenregelung undurchsichtig war. Jetzt bloß nicht falsch einordnen. 

 

Nachdem wir am Camping Hotel angekommen waren, war schnell klar: Hier finden wir keinen Platz mit 5 Autos und 12 Personen. 

Gut dass dort W-LAN ist und wir nochmal weitergucken können. 

Einige Stunden und Kilometer weiter, stehen wir an einem angeblichen Hotel. Alle Lichter sind aus, das Hotel ist geschlossen. Also nochmal überlegen, was wir jetzt machen. 

Nach 5 Minuten Stillstand kommt der Hausherr aus seinem Gebäude gestürmt. Der war ganz schön sauer und hat ordentlich auf russisch geschimpft. Mit Händen und Füßen konnten wir ihm klar machen, dass wir gleich wieder verschwunden sind und nur nach einer Unterkunft suchen. Damit konnten wir ihn wieder etwas besänftigen. 

 

Abends um halb 12 war es dann endlich soweit. Wir haben ein merkwürdiges Pyramidenhotel gefunden, sogar mit Zaun. Eine ältere Frau, die dort wohl zuständig war, hatte allerdings alle Zimmer belegt. Oder doch nicht? Kurze Besprechung der Hausherrin mit Michael und weitere 10 Minuten später. „Ihr könnt hier schlafen“. Allerdings nur wenn wir ihr helfen würden. Man muss dazu sagen, dass die gute Frau kein Wort Englisch sprach - wie auch sonst niemand in Russland.

 

Du, du, du, du, mitkommen! So mussten die Mädels ran. Da wir mit Team Travelkeks unterwegs waren wurden neben Kathrin und Cathy dann auch Andrea und Bärbel mit ins Haus geschleppt. Irgendwie komisch hier. 

Kathrin und Cathy sollten erstmal in der Empfangshalle warten, während die anderen beiden schonmal nach oben geführt wurden. Was da wohl vor sich geht?

 

Dann waren Kathrin und Cathy an der Reihe. 

Mitkommen!

Dann ging es quer durchs halbdunkle, verwinkelte Haus, entlang eines Wohnzimmers mit einem Berg voll Bügelwäsche. Dann die Treppe hoch. Kathrin und Cathy durften ihr nichtmal die Bettwäsche abnehmen. Dabei wollten wir ihr einen Gefallen tun, da die gute Frau aufgrund ihrer Körperstatur nicht mehr ganz so gut zu Fuß war. 

Oben angekommen fielen wir dann fast aus allen Wolken. Ein Zimmer mit Kingsize Bett, eine nackte Frau an der Wand, der halbe Raum verspiegelt und ein Badezimmer mit Whirlpool. Kurze Einführung wie alles funktioniert, „Good Bye!“- Tür zu! Und jetzt? Erstmal haben Kathrin und Cathy einen ordentlichen Lachflash bekommen. Was passiert hier bloß gerade? Gibts hier eine strenge Zimmeraufteilung? 

Wir machen erstmal Fotos und gehen dann ganz schnell wieder runter auf den Hof, denn da warteten die Männer ja noch. Auf dem Weg nach unten war Michael dann allerdings auch schon fleißig und schleppte Pritschen und Matratzen in andere Zimmer.  Wie sich im Laufe der zwei Tage zeigte, hätte die gute Dame ihn am liebsten gleich dort behalten oder gar adoptiert.

 

Während Michael also fleißig war, wurde auf dem Hofplatz schonmal fleißig das ganze Bier zusammengesucht, was von uns allen noch übrig war. „Darauf trinken wir jetzt erstmal was“.

Nach einer halben Stunde kam dann auch Michael schweißgebadet zurück. Er hatte in der Zwischenzeit Betten aufgebaut, Laub aus einem Whirpool im Badezimmer entfernt und die Zimmeraufteilung geregelt. KURIOS!

 

Letztendlich haben wir alle ein Zimmer bezogen und uns vor dem „Hotel“ mit verschiedenen Getränken aufgeheitert.

Morgen haben wir einen Tag Fahrpause. 

Es war ein richtig schöner Abend.

 

 

 


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